Die Grundregel
ElterngeldPlus beträgt höchstens die Hälfte des Basiselterngelds, das dir ohne Einkommen nach der Geburt zustünde – also zwischen 150 € und 900 € im Monat. Dafür bekommst du es doppelt so lange: Ein Monat Basiselterngeld entspricht zwei Monaten ElterngeldPlus.
Wann sich ElterngeldPlus lohnt
- Du arbeitest in Teilzeit: Beim Basiselterngeld wird dein Teilzeiteinkommen voll angerechnet, beim ElterngeldPlus oft nur so, dass sich beides fast ausgleicht. Mit Plus bleibt dann in Summe mehr.
- Du möchtest länger abgesichert sein: Wenn ein Elternteil über zwölf Monate hinaus zu Hause bleibt, verteilt Plus das Geld über bis zu 24 bzw. 28 Monate.
- Ihr wollt den Partnerschaftsbonus: Der Bonus wird immer als ElterngeldPlus gezahlt.
Rechenbeispiel
Anna hatte vor der Geburt 2.000 € netto. Ihr Basiselterngeld liegt bei 65 % davon, also 1.300 €. Als ElterngeldPlus bekommt sie ohne Einkommen 650 € – dafür doppelt so viele Monate.
Arbeitet sie nach sechs Monaten 20 Stunden pro Woche und verdient dabei 1.000 € netto, wird der Einkommenswegfall (2.000 € − 1.000 €) mit 65 % ersetzt: 650 €. Das ist genau ihr ElterngeldPlus-Betrag, der voll erhalten bleibt, während ein Basiselterngeld-Monat in dieser Lage ebenfalls nur 650 € brächte, aber doppelt so viel „Monatsbudget“ verbraucht.
Vereinfachtes Beispiel: Die Elterngeldstelle rechnet mit einem pauschalierten „Elterngeld-Netto“, das vom tatsächlichen Nettolohn abweichen kann.
Basis und Plus kombinieren
Du kannst beide Varianten mischen, zum Beispiel sechs Monate Basis nach der Geburt und danach zwölf Monate Plus. Ab dem 15. Lebensmonat ist nur noch ElterngeldPlus möglich, und der Bezug muss dann ohne Unterbrechung laufen.